Walter Lietha - Drum sing i grad drum

Stefan Haupt, Switzerland, 2026o

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The Grisons singer Walter Lietha was one of the biggest names in the Swiss music scene in the 1970s, becoming the voice of a generation with his poetic, sometimes socially critical songs. But at the beginning of the 1980s, this voice largely fell silent in the public sphere. In August 2025, the 75-year-old Grisons bard was honored with a concert at the "Alpentöne" music festival, featuring, among others, Corin Curschellas, Sophie Hunger, Stephan Eicher, Michael von der Heide, and the Narrenschiffband. What has become of Walter Lietha, his utopian visions, his songs?

Schön, dass sich jemand an Walter Lietha erinnert, gut vierzig Jahre, nachdem dieser Bündner Liedermacher die Schweizer Musikbühnen gegen die Kellergänge seines Churer Antiquariats eingetauscht hat. Der Zürcher Regisseur Stefan Haupt (Stiller und Zwingli) hat einen Memorial- und Revivalabend von 2025 zum Anlass für diese Vergegenwärtigung genommen: Weggefährt:innen wie Corinne Curschellas und Max Lässer, um einige bis viele Jahre jüngere Schweizer Grössen wie Stephan Eicher, Michael von der Heide und Sophie Hunger treten zusammen mit dem sichtlich gerührten 75jährigen Lietha auf, singen solo und gemeinsam seine Klassiker aus den 1970er Jahren und geben Haupt bereitwillig Auskunft über diesen feinsinnigen Wegbereiter des Schweizer Mundart-Liedschaffens. Ergänzend berichtet der grosse Melodiker mit der glockenhellen Stimme und den ironisch-nonkonformistischen Reimen von seinem bewegten Leben auf der fortwährenden Suche nach Authentizität, das ihn schon als trampenden Teenager durch halb Europa und später um die ganze Welt führte, in der öffentlichen Wahrnehmung aber vor allem auf Schweizer Folk- und Festivalbühnen wie die Lenzburg, wo Haupts Archivbilder von jener vergleichsweise unbeschwerten Zeit eines hoffnungsvollen Aussteigertums erzählen. Walter Lietha war wohl der unaufgeregteste und bescheidenste unter dessen musikalischen Propheten, seine Lieder über «Bankbeamti und anderi Kranki» oder das schöne Vreni, das ihn in einer dunklen Churer Nacht einmal so unverhofft offenherzig empfing, waren stets mehr Poesie als Protest. Ältere Semester werden bei diesen Wiederbegegnungen kaum ohne Anflüge von Wehmut davonkommen: «Sag mir, wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben …»

Andreas Furler

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Movie Datao

Genre
Documentary 
Running time
74 Min.
Original language
Swiss German
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Cast & Crewo

Walter Lietha
Corin Curschellas
Max Lässer
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