r C’est quoi l’amour?
Fabien Gorgeart, France, 2026o
Marguerite has no reason to refuse the church’s annulment of her marriage to Fred. She also has a new partner with whom she has a child. However, to convince the church that their previous marriage was doomed from the start, Marguerite and Fred must examine their shared past.
Eine Frau sieht ihren Ex-Mann wieder in ihrem Leben auftauchen. Er steht kurz davor, eine strenggläubige Katholikin zu heiraten, und fragt seine Ex, ob sie bereit wäre, die nötigen Schritte einzuleiten, um ihre kirchliche Ehe für ungültig erklären zu lassen. Die Angesprochene willigt ein, doch die kirchlichen Behörden sträuben sich, da der Bund vor Gott unauflöslich sei. Ein Priester rät dem ehemaligen Paar darauf, sich an den Vatikan zu wenden, wo man in solchen Fragen fortschrittlicher eingestellt sei. Also reisen die beiden Ex-Eheleute nach Rom, begleitet von ihren neuen Partner:innen und ihren Kindern, deren jeweilige Freundinnen und Freunde sich ebenfalls der Reisegesellschaft anschliessen. Die ganze Konstruktion um den grossen Familienausflug nach Rom dient natürlich nur einem Zweck: die beiden Geschiedenen einander wieder näherzubringen. Laure Calamy (grossartig) und Vincent Macaigne (überzeugend) sind denn auch das Herzstück dieser köstlichen Wiederverheiratungskomödie. Ist ihre neuerliche Nähe nur vorübergehend oder von Dauer? Den Ausgang der Geschichte verraten wir selbstverständlich nicht. Bei einer Liebesgeschichte, die im Vatikan angesiedelt ist, käme das einem Sakrileg gleich.
Émilien Gür
